Florian Apotheke Landshut
Florian-Apotheke Landshut
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Die Zunge - Spiegelbild der Gesundheit

Die Oberfläche des wendigen Zungenmuskels ist weich und empfindlich. Gleichzeitig ist sie von vielen zarten Furchen durchzogen und mit kleinen Warzen übersät, den Papillen. Sie enthalten die Geschmacksknospen mit den Geschmacksinneszellen. Eine gesunde Zunge ist rot, feucht und hat einen nur leichten, gleichmäßig hellen Belag.

Dieser typisch grauweißliche Belag entsteht durch eine eiweißhaltige Gewebsflüssigkeit, die die Zungenhaut gewissermaßen „ausschwitzt“ und die auf ihr gerinnt. Sie enthält verhornte Zellen und zahlreiche Bakterien; auch Speisereste können sich darin ablagern. Ein weißgrauer oder weißgelber Belag ist nicht unbedingt ein Krankheitszeichen, wenn er sich mit guter Mundhygiene beseitigen lässt. Gegebenenfalls helfen ein zahnbürstenähnlicher Zungenreiniger oder ein spezieller Zungenschaber.

In manchen Fällen kann eine belegte oder veränderte Zunge aber Erkrankungen oder körperliche Schwächen anzeigen; in der traditionellen chinesischen Medizin gilt die Zunge gar als Spiegelbild des Körpers.

Auffällige Symptome sollte daher ein Arzt prüfen:
  • Weißlicher Belag, der sich mit einem Wattestäbchen entfernen lässt, aber eine Rötung oder punktförmige Blutung hinterlässt, kann eine Infektion mit der Pilzgattung Candida (Mundsoor) anzeigen. Sie kann nach längerer Krankheit auftreten oder bei Patienten, die regelmäßig spezielle Medikamente einnehmen müssen.

  • Eine hochrote Oberfläche mit stark hervortretenden Papillen („Erdbeerzung“, Himbeerzunge“) ist typisch bei Scharlach und anderen akut-fieberhaften Erkrankungen oder kann eine Blutarmut begleiten.

  • Eine rote Zunge, die durch abgeflachte Papillen lackartig glänzt („Lackzunge“), kann auf eine Leberfunktionsstörung hinweisen, eine Vitamin-B12-Mangelanämie, einen Magensaftmangel und auf Sprue.

  • Bei haarig verlängerten Papillen vor allem in der Zungenmitte, eventuell dunkelgrün-schwärzlich gefärbt („Schwarze Haarzunge“) können Veränderungen in der Mundhöhle die Ursachen sein, hervorgerufen zum Beispiel durch eine längerfristige Antibiotika-Therapie. Eine sich „haarig“ anfühlende Zunge kann aber auch aufgrund eines Vitaminmangels entstehen oder durch starke Bakterien- oder Pilzbesiedlung.

  • Hinter einer entzündeten Zunge kann ein Nährstoffmangel stecken (zum Beispiel Vitamin A, B12, Eisen). Tritt zusätzlich ein Zungenbrennen auf, das keine Reaktion auf scharfe Speisen ist, kann das depressive oder neurologische Störungen anzeigen oder eine Pilzinfektion. Oft klagen ältere Frauen nach der Menopause darüber, Männer sind selten betroffen. Zungenbrennen kann auch von Magenproblemen wie Sodbrennen und Infektionen herrühren.

  • Bemerken Sie Knoten, Schwellungen oder Geschwüre auf der Zunge, steht sofort ein Arztbesuch an.



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