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Aromatherapie Was ist die
Aromatherapie?
Aromatherapie ist eine
natürliche Behandlungsform, bei der reine ätherische Öle nach
traditionellen Rezepten der Naturheilkunde bei vielen Gelegenheiten hilfreich
auf unterschiedliche Weise angewendet werden (z.B. Einreibungen, Massagen,
Bäder, Duftlampen). Nichts ist faszinierender als die Düfte der
Natur. Sie duften nicht nur lieblich nach frischen Kräutern, aromatischen
Nadeln oder exotischen Blüten, sondern sie haben auch eine erfrischende,
stimulierende, stimmungsaufhellende, oder eine entspannende oder gar
berauschende aphrodisische Wirkung.
Ob als Raumbeduftung nach einem
hektischen Tag, als sinnlicher Badezusatz oder als wohltuende Massage, die
sanften Kräfte der Aromatherapie steigern Wohlbefinden und Lebensfreude.
Ätherische Öle sind hoch konzentrierte Extrakte aus
Pflanzen, die mittels Wasserdampfdestillation, Pressung aus Schalen oder
Extraktion gewonnen werden. Die vielseitigen Eigenschaften und
Anwendungsmöglichkeiten der Pflanzenessenzen resultieren aus den
zahlreichen Inhaltsstoffen (bis über 400 unterschiedliche Inhaltsstoffe
pro Öl! sind keine Seltenheit) und erklären so vielleicht die
teilweise spektakulären Heilerfolge in der Aromatherapie. Sie erfüllt
so in idealer Weise den Wunsch nach einer ganzheitlichen Therapie, da sie nicht
nur die körperlichen Symptome, sondern auch den Geist und die Seele des
Heilungssuchenden anspricht. Einige ätherische Öle sind sogar als
Natur-Arzneimittel registriert: wie Eukalyptus, Pfefferminze, Kiefernnadel.
Ebenso bekannt sind Rose, Neroli und Lavendel für ihre angenehm
ausgleichenden Eigenschaften. Die hervorragenden kosmetischen Wirkungen der
ätherischen Öle werden schon seit Kleopatra gerühmt.
Die Wissenschaft hat in der Zwischenzeit die einzelnen
Inhaltstoffe der Pflanzen erforscht und kennt deren Wirkungsweise. Aber
größtenteils bleibt das Zusammenspiel aller Inhaltsstoffe (die bei
jeder Pflanze unterschiedlich ist, sowohl von der Zusammensetzung als auch von
der Konzentration) nach wie vor ein Geheimnis der
Natur.
Ägypten gilt als die Geburtsstätte der Medizin
und Parfümherstellung. Diese besaßen große Kenntnisse der
Wirkung aromatischer Substanzen auf Körper und Psyche.
Die
Chinesen kombinierten ätherische Öle mit Akupunktur und
aktivierten so mit großem Erfolg die Selbstheilung des
Körpers.
Die indische Ayurveda-Medizin ist mehr als
dreitausend Jahre alt, und die aromatische Massage ist einer ihrer wichtigsten
Aspekte.
Hippokrates, gilt als Vater der Heilkunde, er empfahl
den Einwohner der Stadt Athen, als die Pest in Europa wütete an den
Straßenkreuzungen aromatische Pflanzen zu verbrennen, um eine weitere
Ausbreitung zu verhindern.
In Frankreich und England wird
seit Jahren mit großem Erfolg die Aromatherapie in Zusammenarbeit mit
vielen Ärzten angewandt. Der Franzose Rene-Maurice Gattefossé
arbeitete Anfang des 20. Jahrhunderts mit Pflanzenessenzen, er untersuchte sie
auf ihre antiseptischen Eigenschaften und ihre Fähigkeit, die Haut zu
durchdringen. Er prägte den Begriff Aromatherapie.
Auch in
Deutschland erfreut sich die Aromatherapie immer größerer
Beliebtheit und eine Rückbesinnung auf die natürlichen
Heilkräfte der Natur findet immer mehr Anhänger.
Der eine mag
sie einfach nur gern riechen, der andere glaubt ganz felsenfest an die Wirkung
der ätherischen Öle.
Ein Zitat von Axel Meyer (Das kleine Lexikon der
Düfte):
Ätherische Öle sind mehr als nur
Aromastoffe zur Aromatisierung unseres Wohnraumes. Vielleicht sind diese
eingefangenen Düfte aus Blüten, Pflanzen und Wurzeln
verschlüsselte Botschaften, mit denen die Natur den Menschen zu seinem
Ursprung zurückführen will. Sie sind der manifestierte Traum des
Menschen, die Düfte der Natur einzufangen. Sollte dem so sein, so
wäre die Aromatherapie das heilsame Kommunikationsmittel der Zukunft durch
welches Mensch und Natur wieder zueinander finden
könnten.
Wie riecht der Mensch?
Warum können wir jemanden gut riechen und jemanden anderen
nicht? Der Vorgang des Riechens ist ein sehr komplexer physiologischer Vorgang.
In der Nase befindet sich die Nasenschleimhaut.
Sie ist bedeckt mit etwa
30 Millionen Riechzellen. Auf der Oberfläche der Riechzellen befinden sich
kleine Fortsätze, sogenannte "Zilien", die in die Nase hinein ragen. An
ihrem Ende befinden sich Eiweiße, die die Duftmoleküle an sich
binden; dabei ist jede Riechzelle für bestimmte Duftmoleküle
zuständig. Der Mensch besitzt etwa 400 verschiedene Duftrezeptoren.
Besteht ein Duft aus verschiedenen Molekülen, werden verschiedene
Rezeptoren angeregt, die dann die Information an das Gehirn weiter geben. Hier
übersetzt das Gehirn die entsprechenden Impulse und benachrichtigt
uns:
Achtung! oder mmmmh!
Ätherische Öle wirken
über den Geruchssinn, der als einziger unserer Sinne direkt das Limbische
System unseres Gehirn erreicht und unser seelisches Befinden direkt
beeinflusst:
Wie funktioniert Aromatherapie?
Wir nehmen die Inhaltsstoffe der ätherischen
Öle entweder über die Nase auf (Riechen) oder über die Lunge
(Inhalation, Bad) oder über die Haut (Bad, Einreibungen) auf:
Sie
durchdringen unsere Haut oder Schleimhaut und gelangen so schnell ins Blut.
Untersuchungen haben ergeben, dass die Öle bereits nach ca. einer halben
Stunde im Urin nachweisbar sind. Reibt man die Fußsohlen mit Knoblauch
ein hat man schon sehr bald einen Geschmack von Knoblauch im Mund. Dies zeigt:
ätherische Öle verteilen sich sehr schnell im Körper und
können so ihre Wirkung auf den gesamten Organismus entfalten.
Wir beraten Sie gerne bei Fragen rund um die Aromatherapie und
stellen Ihnen speziell auf Ihre Beschwerden abgestimmte Mischungen
zusammen.
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